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Viele gute Tne

Veröffentlicht von Martin Diezinger (md) am 13.03.2012
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Jubiläum

aus infranken.de - 12.03.2012 - Ort: Wiesenbronn

"Musik führt und hält zusammen." Die Aussagekraft der Worte von Bürgermeisterin Doris Paul zeigte sich eindrucksvoll beim Jubiläumskonzert des Wiesenbronner Posaunenchors am Sonntagnachmittag.


Allen Grund zur Freude haben die Mitglieder des Wiesenbronner Posaunenchors.

Die Truppe unter der Leitung der Dirigenten Gerhard Roth und Maximilian König feierte ihr 90-jähriges Bestehen und gleichzeitig die 25-jährige Freundschaft mit dem Posaunenchor aus Veitsbronn. Der befreundete Chor war mit 17 Aktiven stark vertreten, so dass die Bühne in der Sporthalle die insgesamt 35 Musikanten kaum fassen konnte. Das gemeinsame Musizieren klappte hervorragend und so gab es reichlich Beifall für die Musikstücke von der Klassik bis hin zu Schlagern und modernen Hits.
Moderator Günter Becker freute sich über die vielen Zuhörer, die gekommen waren, um die Arbeit zu würdigen, die ein solches Konzert macht. Er dankte außerdem den Sponsoren, "die dafür sorgen, dass wir Instrumente und Notenmaterial beschaffen können".
Die Musiker drückten ihren Dank auf ihre Weise aus: Mit Stücken, die den Herrn loben richteten sich an die "oberste Instanz". "Gott zu loben, ist unser Amt", stellte Chorleiter Gerhard Roth fest. Aber auch weltliche Lieder gehören zum Repertoire des Posaunenchores.
Aus der Geschichte des Wiesenbronner Posaunenchors erfuhren die Anwesenden, dass Pfarrer Ludwig Fichtbauer, Fritz Schlegelmilch und Andreas Kolb den ersten Landesposaunentag 1922 in Kitzingen mit dem Fahrrad besuchten und von den Klängen tief beeindruckt waren. Andreas Kolb warb weitere Begeisterte und Schlegelmilch, der schon musikalische Erfahrungen beim Abtswinder Posaunenchor gesammelt hatte, übernahm die Ausbildung. Er leitete den Chor bis 1969. "Es gab in der damaligen Inflationszeit keine Instrumente, keine Noten und kein Geld", heißt es in der Chronik weiter. Mit Hilfe des Landesverbandes wurden dann Instrumente zum Preis von 354 000 Mark angeschafft "und es ging mit Freude ans Proben".
Der erste Auftritt ging im Februar 1923 über die Bühne "und es ging rasch aufwärts". In den Jahren des zweiten Weltkriegs erstarben die musikalischen Aktivitäten und etliche der Musikanten kamen nicht aus dem Krieg zurück. Nach dem Krieg ging es aber wieder los "und es war ein ständiges Kommen und Gehen, wobei die Zahl der Aktiven aber ziemlich konstant blieb". Diese hatten im Laufe der Jahre immer mehr Auftritte zu absolvieren - bis heute.
Bürgermeisterin Doris Paul sprach von "mutigen und entschlossenen Gründervätern", zu denen sich später auch Frauen hinzu gesellten. "Es zeugt von Idealismus, Ausdauer und Treue, wenn eine solche Gemeinschaft solange zusammen hält", würdigte sie den großen Einsatz der Truppe bei kirchlichen und weltlichen Anlässen. "Ich bedanke mich im Namen der Gemeinde für viele gute Töne in Wiesenbronn."
Von den Anfängen des Chores vor 90 Jahren zeigte sich auch Pfarrerin Esther Meist beeindruckt: "Die Gründungsmitglieder haben sich in einer nicht einfachen Zeit von ihrer Begeisterung tragen und sich nie entmutigen lassen." Großes Lob sprach sie dem Chor dafür aus, dass er immer parat steht, um zu den verschiedensten Anlässen zu musizieren. "Es wird gehandelt, nicht gezaudert."
Das geht in Wiesenbronn auch deshalb so gut, weil die gesunde Mischung aus Alt und Jung bestens funktioniert: Die Jungbläser, die von Manfred Rappert angeleitet werden, können sich sehen lassen - obwohl ihre Ausbildung erst im Oktober 2010 begann. Heute präsentiert sich der Wiesenbronner Posaunenchor als starke Truppe, die sich um den Nachwuchs keine Sorgen machen muss.
Die Vielfalt seines Repertoires zeigte der Chor beim Jubiläumskonzert mit einem bunt gemischten Querschnitt aus weltlicher und geistlicher Musik, der das Publikum begeisterte. Garniert wurden die Stücke durch die Verse von Günter Schmidt, der in humorvollen Zeilen die Einsätze und Proben des Posaunenchors augenzwinkernd auf die Schippe nahm.

Zuletzt geändert am: 13.03.2012 um 08:54

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